Musicalprojekte

Foto (von Heike Sommerkamp): Premiere von "Milena & Andigo - Das Geheimnis von Atlantis" ein Märchen mit Musik von G. Elpert-Resch und C. Th. Hütterott mit mehr als 200 Mitwirkenden am 10. 07. 10 im ausverkauften Gütersloher Theater

 

Milena & Andigo

Das Geheimnis von Atlantis ist gelüftet

Gütersloh (gl). Riesenbeifall und stehende Ovationen zum Abschluss der ersten Spielzeit im neuen Theater.

Das musikalische Märchen "Milena & Andigo" von Gudrun Elpert-Resch (Libretto sowie musikalische Ideen) und Komponist Carl Theodor Hütterott, in das mehr als 200 Kinder und Jugendliche als Sänger und Tänzer sowie die kleine 27- köpfige Besetzung der Gütersloher Philharmoniker unter Michael Corßen eingebunden waren, hat die Besucher am Samstag im ausverkauften Gütersloher Theater berührt und begeistert.

 

Zum Spielzeitende zeigte das neue Haus noch einmal, was in ihm steckt ? genauso wie die kleinen und großen Akteure auf der Bühne, die unter der inspirierenden Leitung der Bielefelder Schauspielerin und Regisseurin Christine Ruis ihr Können sichtbar stolz unter Beweis stellten. Ein zauberhaftes Stück mit bezaubernden Darstellern und einer Musik, die flotte Musical-Elemente ebenso enthält wie kammermusikalische.

Kurz: Zu "Milena & Andigo" gehören überraschend aufspielende Instrumente. Da gibt es "akrobatische" Bläser und romantische "Zauberflöten" ebenso wie "clowneske" Oboen. Die Seniorchefin der Gütersloher Ballettschule, Margret Neumann, verriet eingangs das Rezept für solch ein erfolgreiches Stück: "Ein gelungener Kuchen braucht viele gute Zutaten". Sie, ihre Mitarbeiter und die 152 teilnehmenden Kinder der Schule seien stolz, bei dem Projekt - die drei Aufführungen waren unterschiedlich besetzt - dabei sein zu dürfen. Die Choreographin ließ ihre Eleven als zarte Wasserfeen, gelenkige Akrobaten oder Clowns auf die Bühne treten. Und egal, ob sie die graziös zu einer entzückenden Zirkuspolka sich bewegenden Ponys waren, als schwarzer Schwarm oder außerirdische Sternensegler auftraten: die "Kleinen" waren im Team ebenso Stars auf den Brettern, die die Welt bedeuten, wie ihre älteren Mitstreiterinnen, die schon durch gekonnte Soli glänzten.

Zum Stoff, aus dem solch märchenhafte Theaterträume gewoben werden, gehörten aber auch die fantasievollen Kostüme der vielseitigen Gabi Neumann und Irene Müllers romantisches Bühnenbild sowie die Chöre der Evangelischen Kirchengemeinde Isselhorst unter der Leitung von Birke Schreiber, der Altstadtschule und der Kinderchor der Kreismusikschule. Bühnenmeister Bernhard Brinkert und sein Team sorgten dafür, das all diese Akteure und deren wochenlange Arbeit durch perfekte Bühnentechnik und Beleuchtung ins rechte Licht gerückt wurden.


Das Zauberwort, aus dem neue Welten entstehen

 

"Lauschet, ihr Leute, meinem Lied,

  das mir des Nachts ein Traum verriet.

  Ein Königreich stürzt in die Nacht.

  O finstre Macht!"

 

Aus diesem Lied hatte die Gütersloher Sopranistin Gudrun Elpert-Resch die poetische Geschichte der zurückhaltenden Königstochter Milena (Heike Acainas-Caballero) entwickelt. Ihre inhaltlichen und musikalischen Ideen arbeitete Carl Theodor Hütterott mit der ihm eigenen Akribie und Vielfalt aus. Ein klangvoller, facettenreicher Hintergrund, um zu erzählen, wie Milena nach dem Untergang von Atlantis zusammen mit dem Zauberwesen Andigo (Lara Werner) an einen einsamen Strand gespült wird. Dort findet sie der zupackende Zirkusjunge Roman (Johannes Aue).

Den beiden Gestrandeten gefällt das Leben im Zirkus ausnehmend gut, zumal sich der junge Mann sehr um Milena bemüht. Aufgrund einer obskuren Weissagung der alten Seherin Aja (Carolin Holtei) verlässt die Prinzessin jedoch das gastliche Lager und gerät auf ihrer Suche nach der verlorenen Heimat in die Welt der Trolle und Feuersalamander. Roman, sein Pony Puck (Miriam Süßer) und Fidus, sein Falke, kommen zu Hilfe. Das Happy End ist klar: "Liebe heißt das Zauberwort. Atlantis ist versunken, aber durch Liebe kannst du ein neues Atlantis bauen."

Viel Beifall für eine Aufführung, die das ein oder andere (professionelle) Stück der ersten Theatersaison glatt in den Schatten stellte.

 

                                                                    Ulrike Poetter  (Die Glocke)

 

 

 

© Gudrun Elpert-Resch   Hohenzollernstraße 23    33330 Gütersloh  

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